Wenn man über die Gründung einer GmbH nachdenkt, dann gilt es, eine ganze Reihe von rechtlichen und organisatorischen Anforderungen auf dem Schirm zu haben. Eine wichtige Voraussetzung für einen reibungslosen Geschäftsbetrieb stellt definitiv ein geeignetes Geschäftskonto dar.
Ein solches Konto ist essenziell für die Trennung von den geschäftlichen und privaten Finanzen. Bedeutsam ist es ebenfalls für eine leichtere Buchhaltung und ein hohes Maß an Transparenz. Deshalb sollte die Entscheidung für ein passendes Geschäftskonto gut überlegt sein, weil diese auch langfristige Auswirkungen auf die Effizienz zahlreicher interner Prozesse innerhalb einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung hat.
Vor allem in der Startphase unterschätzen sehr viele Gründerinnen und Gründer die Wichtigkeit eines übersichtlichen Finanzmanagements. Ein gut geführtes Geschäftskonto sorgt innerhalb einer GmbH für geordnete und gut nachvollziehbare Abläufe und erleichtert dadurch ebenfalls Auswertungen für spätere strategische Entscheidungen.
Warum ist ein separates Geschäftskonto unverzichtbar?
Gerade auch für eine GmbH ist ein separates Geschäftskonto so gut wie unverzichtbar. Denn anders als beispielsweise bei einem Einzelunternehmen ist bei einer solchen Gesellschaftsform eine eindeutige rechtliche Trennung zwischen den Gesellschaftern und der Gesellschaft vorgeschrieben. Eine solche Trennung muss sich ebenfalls in den finanziellen Strukturen zeigen, wenn man unnötige rechtliche Risiken und Probleme vermeiden will.
Außerdem erleichtert ein separates Geschäftskonto die Buchhaltung deutlich, weil alle zum Geschäftsbetrieb gehörenden Einnahmen und Ausgaben zentral verbucht werden können. Darüber hinaus sorgt ein getrenntes Geschäftskonto für mehr Übersichtlichkeit gegenüber relevanten Behörden und den eigenen Steuerberatern. Eine entscheidende Rolle spielt das Konto gleichermaßen, wenn es um den Nachweis der geforderten Einlage bei einer GmbH geht.
Kriterien für die Wahl eines geeigneten Geschäftskontos
Wenn man vor der Entscheidung für ein geeignetes Konto steht, dann hängt eine gute Wahl unter anderem von individuellen Anforderungen, Transaktionsvolumina und Unternehmensgröße ab. Wer sich in diesem Zusammenhang fragt, welches Girokonto für eine GmbH gut geeignet ist, sollte unbedingt mehrere Aspekte unter die Lupe nehmen.
Foto: Ein überzeugendes Geschäftskonto spielt nicht nur bei der GmbH eine wichtige Rolle.
Hierzu zählen neben einer Möglichkeit für Online-Banking und Schnittstellen zur eigenen Buchhaltungssoftware und weiteren Zusatzfunktionen ebenfalls die Kosten für Buchungen und allgemeine Kontoführungsgebühren.
Nicht unterschätzen sollte ein Unternehmen außerdem die Möglichkeit, bei einem Geschäftskonto mehrere Nutzer, und zwar mit unterschiedlichen Berechtigungen, zu hinterlegen. Außerdem sollte man unbedingt auf einen gut erreichbaren Kundenservice achten und sich von einer hohen Benutzerfreundlichkeit selbst überzeugen.
Kostenstrukturen bei einem Geschäftskonto im Überblick
Je nach Leistungsumfang und Anbieter können sich die Kosten für ein Geschäftskonto stark voneinander unterscheiden. Bei einigen Banken können Unternehmen auf günstige Einstiegstarife zurückgreifen, wenn man dafür mit einem eingeschränkten Leistungsumfang zurechtkommt. Auf der anderen Seite gibt es aber genauso deutlich umfangreichere Kontomodelle, die bei höheren monatlichen Gebühren deutlich umfangreichere Leistungspakete bieten.
Typische Kostenpunkte sind unter anderem:
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Kontoführungsgebühren
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Gebühren pro Buchung
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Kosten für Bargeldzahlungen
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Gebühren für Kreditkarten
Unternehmen sollten die Kosten für ein Geschäftskonto immer im Verhältnis zu den eigenen Ansprüchen und Erwartungen beurteilen. Schließlich kann ein auf den ersten Blick günstiges Konto auf die Dauer teuer werden, wenn man viele Transaktionen abwickelt, die separat bezahlt werden müssen. Hier kann sich in vielen Fällen auf lange Sicht ein Konto mit einer höheren Grundgebühr und mehr inkludierten Leistungen lohnen.
Moderne Anforderungen und digitale Funktionen
Bei modernen Geschäftskonten geht es um deutlich mehr als um die reine Abwicklung des Zahlungsverkehrs. Immer bedeutsamer werden digitale Funktionen bei einem Geschäftskonto, die den Alltag in einem Unternehmen deutlich vereinfachen können. Nicht zuletzt für mittelständische und kleinere Betriebe können digitale Lösungen in vielen Bereichen wichtige Wettbewerbsvorteile darstellen.
Hierzu gehören zum Beispiel Integration in die Buchhaltungsprogramme, automatische Zuordnung von unterschiedlichen Ausgaben, Echtzeit-Überweisungen und das Vorhandensein mobiler Applikationen. Durch solche digitalen Möglichkeiten wird der manuelle Aufwand im eigenen Unternehmen immer weiter reduziert. Außerdem werden mit Blick auf die gesetzlichen Regelungen automatisierte Reports und das Hinterlegen von digitalen Belegen immer wichtiger.
Speziell für wachsende Unternehmen ist es enorm wichtig, dass ein neues Geschäftskonto möglichst mit den eigenen Anforderungen und dem eigenen Wachstum Schritt halten kann. Aus diesem Grund sind flexible Erweiterungsmöglichkeiten beim Geschäftskonto und skalierbare Lösungen wichtige Auswahlkriterien.
Das Thema Sicherheit und verbesserte Zugriffskontrollen
Geschäftskonten müssen ein hohes Maß an Sicherheit bieten und die hohen Anforderungen rund um den Datenschutz und die Verhinderung von unbefugtem Zugriff erfüllen. Hierzu gehört die Verwendung von heute bereits zum Standard gehörenden biometrischen Verfahren und die bekannte Zwei-Faktor-Authentifizierung. Darüber hinaus sollte ein Geschäftskonto fit für die Zukunft sein, sodass neue Standards möglichst problemlos integriert werden können.