
Eine gute Bekannte von mir hatte ein Problem. In Ihrer Abteilung eines großen deutschen Unternehmens herrschte ein geringfügiges Datenchaos: Die gesamte Datenstruktur und interne Abläufe wurden mit über 2000 Exceldateien (kein Scherz!) verwaltet. Dass es hier unweigerlich zu Verwirrungen, inkonsistenten Daten und Fehlinformationen kommen muss, ist offensichtlich.
Ich sagte ihr: "R., das könnt ihr so nicht in den Griff bekommen! Ihr braucht eine individuelle Datenbank um Struktur zu schaffen. Ich werde dir mal ein verständliches Buch dazu schenken. Ihr verbrennt unendlich viel Zeit, mit dieser wirren Verwaltung! "
Excel ist super, stößt aber schnell an seine Grenzen
Ich habe bisher kaum eine Firma, bei näherer Betrachtung gar keine, kennengelernt, die nicht irgendwo in einer Abteilung ähnliche Themen hat. Excel kann fast jeder mehr oder minder gut und man kann sich wunderbare Hilfslösungen bauen, die aber schnell an ihre Komplexitäts- oder Übersichtlichkeitsgrenzen stoßen und unter dem Strich viel Zeit kosten.
Nutzen Sie Datenbanken um Licht ins Dunkel zu bringen
Als Softwareentwickler, der seit über 20 Jahren Datenbanken mit Microsoft Access entwickelt, habe ich eine besondere Liebe zu diesem Programm aufgebaut. Man kann relativ schnell, wenn man den relationalen Ansatz von Datenbanken verstanden hat, Programme entwickeln und erweitern, die Struktur in Daten bringen, Abläufe massiv verschnellern und den Berufsalltag erleichtern können.
Microsoft Access wird standardmäßig mit Office 365 installiert, sodass es in den meisten Firmen vorhanden ist. Es gibt viel gute Literatur, Programmierhandbücher und Tutorials dazu.
Aber: Die meisten Menschen, die das Programm einmal geöffnet haben, schließen es fast genauso schnell wieder, weil es nicht einfach und intuitiv zu bedienen ist.
Hier ist die Lösung
Genau hier setzt das Buch an: Keine Angst vor Access! Andreas Stern führt sehr einfühlsam in das Programm ein und erklärt gut verständlich alle notwendigen Zusammenhänge. Er ist sich der Komplexität bewusst und kennt die Ressentiments, die der Datenbank-Neuling logischerweise hat. Die Datenbank-Denke unterscheidet sich sehr stark von der recht eindimensionalen Excel-Logik. "Ich weiß, dass das jetzt sehr viel war. Holen Sie sich erstmal einen Kaffee und lassen sie das sacken." Der Autor führt Schritt für Schritt durch die gesamte Systematik und erklärt anhand von Praxisbeispielen, wie Datenbanken funktionieren und wie man eine eigene Lösung programmieren kann, die zu 100 Prozent auf die firmeninternen Bedürfnisse abgestimmt sind. Das kann eine "Stangen-Software", egal wie gut und teuer sie ist, nicht bieten.
Also: Wenn Sie viel Zeit mit Routinearbeiten, Auswertungen mit Excel oder der Erstellung von Standardkorrespondenz über Serienbriefe verbringen, kann ich Ihnen versichern, Datenbanken können das besser. Die Investition in das Verständnis von Datenbanken zahlt sich aus und dieses Buch ist eindeutig die beste Einführung, die ich bisher gelesen habe.
Details zum Buch
Andreas Stern
Keine Angst vor Microsoft Access!
Datenbanken verstehen, entwerfen und entwickeln
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Einleitung lesen
O'Reilly; Auflage: 6 (8. August 2019)
408 Seiten, 22,90 €
ISBN: 978-3960091165
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