München (ots) -
Schluss mit Fast Food, Lieferservice und süßen Versuchungen: Der Hype um GLP-1-Präparate löst einen überraschenden Kulturwandel auf dem Teller aus. Knapp die Hälfte der Anwendenden (44 %) verändert ihr Konsumverhalten spürbar und setzt konsequent auf "Nutrient-Density"
Lieferservice-Gerichte, Fertigmenüs und süße Snacks verlieren offenbar an Beliebtheit. Der wachsende Einsatz von GLP-1-Präparaten zur Gewichtsreduktion verändert das alltägliche Essverhalten in Großbritannien spürbar, wie eine aktuelle Untersuchung zeigt.
Berichten zufolge haben bereits 9 % der Erwachsenen in Großbritannien - rund fünf Millionen Menschen - Medikamente wie Ozempic, Wegovy oder Mounjaro eingenommen; weitere 18 % können sich die Nutzung vorstellen. Während sich die Debatte um GLP-1-Wirkstoffe meist auf Gewichtsverlust und Appetitzügelung konzentriert, deuten die Studienergebnisse auf weitreichendere Effekte hin: Fast die Hälfte der Anwenderinnen und Anwender (44 %) gibt an, dass das Medikament ihre Ernährung verändert hat, und 43 % bemühen sich bewusst um eine gesündere Ernährung.
Eine der deutlichsten Veränderungen zeigt sich im Verzicht auf Bequemlichkeitsessen und Snacks zwischendurch. Zwei Drittel (66 %) der GLP-1-Nutzenden bestellen seltener beim Lieferservice oder greifen zu Fast Food, 63 % snacken weniger zwischen den Hauptmahlzeiten und die Hälfte (50 %) trinkt weniger kohlensäurehaltige oder gezuckerte Getränke.
Gleichzeitig wählen die Betroffenen ihre Lebensmittel gezielter aus und bevorzugen frische Produkte sowie Getränke mit gesundheitlichem Zusatznutzen. Mehr als die Hälfte (53 %) isst mehr Obst und Gemüse, 35 % trinken häufiger 100-prozentigen Fruchtsaft und ebenso viele steigern ihren Verzehr von Nüssen und Samen. Ein weiteres positives Ergebnis: Fast die Hälfte (46 %) verspürt weniger Heißhunger auf Süßwaren und Süßigkeiten.
Die Ernährungsberaterin Dr. Carrie Ruxton erklärt dazu:
"In der öffentlichen Diskussion um GLP-1-Präparate steht meist die Gewichtsabnahme im Vordergrund. Diese Ergebnisse zeigen jedoch, dass die Auswirkungen weit über die Zahl auf der Waage hinausgehen. Viele Betroffene verändern nicht nur die Menge, sondern auch die Art der Lebensmittel: Sie reduzieren Fast Food sowie Snacks und setzen stattdessen verstärkt auf nährstoffreiche Optionen wie Obst und Gemüse."
"Wer GLP-1-Medikamente einnimmt, sollte besonders darauf achten, dass jede Mahlzeit und jedes Getränk einen hohen Nährwert bietet, vor allem, wenn der Appetit gemindert ist. Vitamine, Mineralstoffe und andere wertvolle Nährstoffe helfen dabei, die Gesundheit auch bei reduzierter Kalorienzufuhr zu erhalten. Schlichte Ergänzungen, wie ein kleines tägliches Glas 100 % Fruchtsaft, bieten eine einfache Möglichkeit, die Nährstoffaufnahme im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung zu steigern und den Körper mit Vitamin C, Kalium sowie sekundären Pflanzenstoffen zu versorgen."
Tipps von Dr. Ruxton zur Nährstoffversorgung bei geringem Appetit
Frühstück aufwerten: Ballaststoffreiche Samen oder Nüsse ins Müsli geben. Sie enthalten zudem reichlich Magnesium, das positiv auf die Stimmung wirken kann. Paranüsse liefern wertvolles Selen - ein Mineralstoff, an dem es 60 % der Frauen in ihrer Ernährung fehlt.
Eisenaufnahme fördern: Ein Glas 100-prozentigen Orangensaft zur Hauptmahlzeit trinken. Das enthaltene natürliche Vitamin C verbessert die Aufnahme von pflanzlichem Eisen.
Fisch einplanen: Mindestens einmal pro Woche Fisch essen - insbesondere fettreicher Fisch ist reich an Omega-3-Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken.
Milchprodukte integrieren: Täglich drei Portiionen Milchprodukte verzehren; sie liefern Kalzium für die Knochengesundheit und Jod für die Gehirnfunktion.
Eier nutzen: Wöchentlich 4 bis 5 Eier einplanen. Sie gehören zu den wenigen natürlichen Quellen für Vitamin D, das die Immunfunktion unterstützt.
Methodik:
Die Umfrage wurde von Censuswide unter einer Stichprobe von 2.250 Erwachsenen im Vereinigten Königreich durchgeführt, darunter mindestens 250 Personen, die derzeit ein GLP-1-Medikament einnehmen oder bereits eingenommen haben. Die Daten wurden vom 3. bis 8. Juli 2026 erhoben.
Über das Fruit Juice Science Centre: Das Fruit Juice Science Centre bietet wissenschaftlich fundierte Informationen für Verbraucher, Journalisten und medizinisches Fachpersonal über die Rolle von 100 % Fruchtsäften in der Ernährung und für die Gesundheit. Mehr Infos unter: https://fruitjuicesciencecentre.eu.
Presse Kontakt - MARCO Agency:
Julia Lange Julia.Lange@marco.agency
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