Staatliche Förderung auch für Selbstständige: Altersvorsorgedepot eröffnet neue Möglichkeiten

</p><p><b>Selbstständig arbeiten heißt, vieles in die eigene Hand zu nehmen - auch die finanzielle Absicherung fürs Alter. Ab 2027 gibt es dabei neue Möglichkeiten: Viele Selbstständige können die neu...

Quelle: Presseportal

Wiesbaden (ots) -

Selbstständig arbeiten heißt, vieles in die eigene Hand zu nehmen - auch die finanzielle Absicherung fürs Alter. Ab 2027 gibt es dabei neue Möglichkeiten: Viele Selbstständige können die neue staatlich geförderte private Altersvorsorge nutzen, wenn sie in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind oder eine jährliche Steuererklärung abgeben. Damit stehen ihnen staatliche Zulagen und mögliche Steuervorteile für den Vermögensaufbau offen - unter anderem mit dem neuen Altersvorsorgedepot.

Aufträge gewinnen, Kunden betreuen, Rechnungen schreiben: Gerade in den ersten Jahren einer Selbstständigkeit steht das eigene Geschäft im Mittelpunkt. Der Ruhestand scheint noch weit entfernt. Doch anders als viele Angestellte müssen Selbstständige ihre finanzielle Absicherung fürs Alter zu einem großen Teil selbst organisieren. "Wer sich selbstständig macht, muss an viele Dinge gleichzeitig denken. Das nächste Projekt steht immer im Vordergrund, die eigene Altersvorsorge wird schnell auf später verschoben", sagt Christian Kaiser, Produktmanager bei der R+V. "Dabei lohnt es sich, möglichst früh eine Vorsorgestrategie aufzubauen, die zur eigenen beruflichen und finanziellen Situation passt."

Mehr Selbstständige können Förderung nutzen

Die staatlich geförderte private Altersvorsorge bezieht ab 2027 Selbstständige stärker ein. Die bisherige Riester-Förderung stand nur wenigen Selbstständigen offen. Künftig können grundsätzlich alle selbstständig Erwerbstätigen mit Einkünften aus Gewerbebetrieb oder freiberuflicher Tätigkeit gefördert werden, wenn sie ihre Steuererklärung für das Beitragsjahr abgegeben haben.

Förderberechtigte Selbstständige können damit stärker auch staatliche Zulagen für ihre eigene private Altersvorsorge einsetzen. Die Grundzulage richtet sich dabei nach dem Eigenbeitrag. Maximal gibt es 540 Euro Grundzulage pro Jahr - bei eigenen Einzahlungen in Höhe von 1.800 Euro. Je nach persönlicher Situation können Kinderzulagen und steuerliche Vorteile hinzukommen.

Vorsorgen auch bei schwankenden Einnahmen

Volle Auftragsbücher in einem Jahr, größere Durststrecken und Investitionsbedarf im nächsten: Bei Selbstständigen sind Einkommen und finanzielle Spielräume häufig weniger konstant als bei Angestellten. Die Altersvorsorge sollte deshalb zur jeweiligen Situation passen. Vorteil der neuen geförderten Altersvorsorge: In wirtschaftlich guten Jahren kann mehr eingezahlt werden, in schwächeren Jahren entsprechend weniger. Die Förderung beginnt bereits bei einem Mindestbeitrag von 120 Euro im Jahr - und mit höheren Einzahlungen steigt auch die Grundzulage. So lässt sich die Vorsorge an die Entwicklung der Selbstständigkeit anpassen. "Die Altersvorsorge sollte genauso selbstverständlich Teil der Finanzplanung sein wie Investitionen, Rücklagen oder laufende Betriebskosten", sagt R+V-Experte Christian Kaiser. "Wer früh beginnt, gibt dem angesparten Kapital mehr Zeit, sich zu entwickeln."

Neue Möglichkeiten für den Vermögensaufbau

Mit den neuen Vorsorgelösungen kommt ein weiterer Baustein hinzu. Das Geld kann unter anderem in geeignete ETFs und Investmentfonds investiert werden. Damit können Selbstständige stärker an den langfristigen Chancen des Kapitalmarkts teilhaben. Gleichzeitig gilt: Kapitalmarktanlagen unterliegen Wertschwankungen, Verluste sind möglich. Welche Lösung am besten passt, hängt unter anderem von der persönlichen Risikobereitschaft, dem Alter, der finanziellen Situation und der bereits vorhandenen Altersvorsorge ab.

So nutzen Selbstständige die neuen Möglichkeiten der staatlichen Förderung:

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